Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen



Lunge: Erkrankung


Die menschliche Lunge kann auf vielfältige Weise belastet und geschädigt werden. Lungenentzündungen und Tuberkulose verschwinden mehr und mehr aus unserem Alltagsleben. Die Häufigkeit des „Asthma bronchiale“ und der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit „COPD“ nimmt hingegen zu. Diese Krankheiten verengen die Atemwege. Man spricht daher auch von den obstruktiven Atemwegserkrankungen (Obstruktion = krankhafte Verengung der Luftwege).

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Warum wird die Lunge krank

Sport trotz asthmaMehr als irgendein anderes Organ unseres Körpers ist die Lunge den Angriffen vieler Keime ausgesetzt. Lungenentzündungen durch Bakterien oder Viren sind daher nicht selten. Sie zählen weltweit zu den zehn führenden Todesursachen.

Im Verlauf einer Lungenentzündung kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in den Lungenbläschen. Der entzündete Lungenabschnitt „läuft buchstäblich voll Wasser“. Dadurch kann der Gasaustausch empfindlich gestört werden. Der Kranke hat Fieber, Schüttelfrost und Brustschmerzen. Bakterielle Lungenentzündungen können heutzutage aber gut behandelt werden. Auch die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektion. Ihr Erreger ist das Tuberkelbakterium.

Lungenentzündungen und Tuberkulose verschwinden mehr und mehr aus unserem Alltagsleben. Die Häufigkeit des „Asthma bronchiale“ und der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit „COPD“ nimmt hingegen zu. Diese Krankheiten verengen die Atemwege. Man spricht daher auch von den obstruktiven Atemwegserkrankungen (Obstruktion = krankhafte Verengung der Luftwege).

Jedes zehnte Kind und einer von zwanzig Erwachsenen leiden in Deutschland an Asthma bronchiale. Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Bronchialschleimhaut, die mit einer Überempfindlichkeit der Bronchien und einer anfallsweisen Verengung der Atemwege einhergeht. Die Entzündung entsteht jedoch nicht durch Bakterien oder andere Keime, sondern wird durch so genannte Allergene und Reizstoffe ausgelöst. Typische Beschwerden sind ein trockener Husten, erschwertes Atmen bis hin zum Erstickungsgefühl, pfeifende Geräusche beim Luftholen und ein Engegefühl in der Brust. Asthmatiker fühlen sich oft abgeschlagen und sind nur vermindert belastbar. Die verkrampfte Bronchialmuskulatur, die entzündeten und geschwollenen Schleimhäute und die vermehrte Schleimbildung behindern den Luftstrom und den Gasaustausch in der Lunge so stark, dass sich im Blut immer mehr Kohlendioxid anreichert. Unser Körper sendet darauf hin das Alarmsignal „Atemnot“. Für eine wirkungsvolle Behandlung des Asthma bronchiale müssen sowohl die Entzündung als auch die Verkrampfung der Bronchien wirkungsvoll bekämpft werden.

Atemwege im Vergleich

Offene Atemwege beim Gesunden (links)
Engpass beim Asthmatiker (rechts)
Die zweite obstruktive Lungenerkrankung, die COPD (engl.: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wird fast immer durch das Zigarettenrauchen verursacht. Sie führt zu einer nicht mehr reparablen Schädigung der Lunge, die mit einem entzündlichen Prozess und Luftnot einhergeht: Tabakrauch zerstört die winzigen Flimmerhärchen der Atemwegsschleimhaut, die für den Abtransport eingeatmeter Staubpartikeln aus den Bronchien verantwortlich sind. Der Selbstreinigungsprozess der Lungen wird daher unterbrochen. Obwohl der Betroffene „unfreiwillig“ versucht, die keimbeladenen Schmutzteilchen und mikroskopisch kleinen Fremdkörper doch noch mit Hilfe des sprichwörtlichen „Raucherhustens“ herauszuschleudern, verbleiben große Mengen in der Lunge und verschlimmern die Situation im Laufe seiner „Raucherkarriere“ immer weiter. Die Bronchialschleimhaut ist gerötet, entzündet und geschwollen. COPD-Patienten leiden oft an Atemnot. Die COPD ist eine schleichende Krankheit. Beim Raucher machen sich die Hauptbeschwerden „Atemnot“, „Husten“ und „Auswurf“ oft erst nach Jahrzehnten bemerkbar. Hat sich die COPD jedoch erst einmal entwickelt, sind irreversible Schäden des Bronchialsystems in den meisten Fällen unausweichlich. Dennoch kann dem Betroffenen heutzutage mit modernen und hochwirksamen Medikamenten geholfen werden. Es liegt dabei klar auf der Hand, dass die Bekämpfung der Luftnot und die Behandlung der Entzündung gleichermaßen wichtig sind.

Hell: rechter Lungenflügel eines Nichtrauchers. Dunkel: linker Lungenflügel eines Rauchers (COPD-Patient)


Hell: rechter Lungenflügel eines Nichtrauchers. Dunkel: linker Lungenflügel eines Rauchers (COPD-Patient)


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