Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Was ist COPD
COPD steht für die englische Bezeichnung "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" zu Deutsch: "Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung". Der Arzt versteht darunter eine chronische Bronchitis, die im Krankheitsverlauf zu einer deutlichen Einengung (Obstruktion) der Atemwege geführt hat und aus der sich später eventuell sogar ein Lungenemphysem entwickeln kann.
COPD steht für die englische Bezeichnung "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" zu Deutsch: "Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung". Der Arzt versteht darunter eine chronische Bronchitis, die im Krankheitsverlauf zu einer deutlichen Einengung (Obstruktion) der Atemwege geführt hat und aus der sich später eventuell sogar ein Lungenemphysem entwickeln kann.
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Asthma Aspekte
Was verstehen wir unter COPD ?
Die "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" hat im Deutschen den Namen "chronisch obstruktive Lungenerkrankung", wird aber auch hierzulande meist mit den Buchstaben COPD (sprich: "C" "O" "P" "D") abgekürzt. Der Arzt versteht darunter eine chronische Bronchitis, die im Krankheitsverlauf zu einer deutlichen Obstruktion** der Atemwege geführt hat und aus der sich später eventuell sogar ein Lungenemphysem entwickeln kann.
Man spricht von einer chronischen Bronchitis, wenn der Betreffende auf Grund einer Entzündung der Bronchien an zwei aufeinander folgenden Jahren länger als drei Monate hustet. Eine schwere Störung des Selbstreinigungsprozesses der Lunge spielt dabei eine herausragende Rolle. Gesunde Lungen können eingeatmete Fremdstoffe, Rauch und Staub aus eigener Kraft wieder entfernen. Dabei kommt den so genannten Flimmerhärchen, mit denen die Bronchialschleimhaut ausgekleidet ist, eine entscheidende Funktion zu: Ähnlich einer kleinen "Kehrmaschine" transportieren diese Flimmerhärchen Schadstoffe in wellenförmigen Bewegungen wieder aus der Lunge heraus. COPD-Patienten haben aufgrund einer Schädigung dieses "Flimmerepithels" die Fähigkeit zur Selbstreinigung weitgehend verloren. Häufige Infekte, eine chronische Entzündung und schwere Lungenschäden sind die Folge.
Beim Lungenemphysem liegt eine starke Überblähung der Lungenbläschen vor. Die Wände vieler Lungenbläschen sind sogar vollständig zerstört. Dadurch bilden sich größere Blasen, aus denen der Sauerstofftransport in das Blut stark erschwert ist. Zudem verlieren die Stützfasern des Bronchialsystems ihre Elastizität. Letzteres führt dazu, dass die Bronchien bildlich gesprochen "schlapperig" werden – im schlimmsten Fall sogar zusammenfallen. Diese Veränderungen können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Viele COPD-Patienten haben bereits solche "Überblähungen" – auch wenn sich noch kein "richtiges" Lungenemphysem herausgebildet hat. Die Folge davon ist, dass ein großes Luftvolumen einfach in der Lunge verbleibt und gar nicht mehr so richtig an der Ein- und Ausatmung teilnimmt. Dieses so genannte "Residualvolumen" beträgt bei gesunden Menschen normalerweise nur etwa 1,5 Liter. Beim COPD-Patienten ist es sehr viel größer. Weil COPD-Patienten natürlich keine größere Lunge haben als andere Leute auch, ist damit klar, dass die während einer körperlichen Anstrengung ein- und ausgeatmete Luftmenge kleiner sein muss, als bei gesunden Menschen. Das nachfolgende Schema verdeutlicht diesen Zusammenhang:
Jeweils eine Schwingung der rot gezeichneten Kurve symbolisiert einen Ein- bzw. Ausatmungsvorgang. Die Atemreserve, die bei körperlicher Anstrengung mobilisiert werden kann, ist bei COPD-Patienten deutlich verringert. Dies und die zusätzlich entzündeten und verengten Luftwege sind die Gründe für die Luftnot des COPD-Patienten während er zum Beispiel Treppen steigt, um Bier aus dem Keller zu holen.
Rechtzeitig handeln!
Obwohl vielen die Bezeichnung COPD unbekannt ist, leiden doch fast zehn Prozent aller Bundesbürger an dieser Erkrankung. Das sind immerhin mehr als acht Millionen Menschen! Damit ist diese Krankheit sogar noch häufiger als Asthma, Lungenentzündung und Lungenkrebs zusammengenommen. Leider wird die COPD jedoch nicht bei jedem sofort erkannt. Die "Dunkelziffer" ist entsprechend hoch. Das liegt aber bei weitem nicht daran, dass der Arzt Probleme hat, die Krankheit zu erkennen, sondern daran, dass die Betroffenen nicht oder zu spät zum Arzt gehen!
Die COPD schreitet nämlich sehr langsam voran und beginnt meist erst jenseits des 40ten Lebensjahres. Die Lungenfunktion wird dabei über Jahrzehnte allmählich immer schlechter. Wenn der Betroffene das erste Mal mit seinem "Raucherhusten" zum Arzt geht, leidet er vermutlich schon mehrere Jahre an der COPD! Je früher die Krankheit jedoch erkannt wird, desto besser können die Beschwerden im Zaum gehalten werden und desto günstiger ist die Überlebenschance des Patienten. So dramatisch muss man die unbehandelte Krankheit tatsächlich sehen, denn im Jahre 1990 stand die COPD bereits an sechster Stelle aller krankheitsbedingten Todesursachen! Tod durch COPD ist häufiger, als Tod durch Herzinfarkt. Damit Sie nicht zu der Gruppe jener gehören, die sich um die Chance einer rechtzeitigen Behandlung bringen, sollten Sie den folgenden kleinen Test machen:
Leide ich eventuell an der COPD?
- Ich rauche oder habe in der Vergangenheit geraucht.
- Bei mir wurde bereits die Diagnose "chronische Bronchitis" gestellt.
- Ich leide oft an Atemnot, wenn ich mich körperlich belaste (z.B. beim Treppensteigen).
- Ich muss oft husten.
- Morgens huste ich besonders oft. Dabei kommt es zum Auswurf.
- Ich leide oft an Infekten der Atemwege.
Der wirkliche "Terminator": Die Zigarette
Anders als beim Asthma, spielen Allergien – etwa gegen Gräser, Hausstaubmilben oder Blütenpollen – bei der COPD keine Rolle. Wie Sie bereits aus den vergangenen Ausgaben von "Asthma Aspekte" wissen, ist das Zigarettenrauchen die Hauptursache für die Entstehung dieser Erkrankung. Weltweit werden täglich 15 Billionen Zigaretten geraucht. Fast alle Raucher, die über längere Zeit mehr als eine Schachtel Zigaretten am Tag "benötigen", haben ein Lungenemphysem. Der giftige Tabakrauch ist es auch, der die feinen Flimmerhärchen vernichtet. Der typische "Raucherhusten" versucht dann, die keimbeladenen Schleimmengen ohne Flimmerhärchen aus der Lunge zu transportieren. Das gelingt natürlich nicht. Die Folgen sind nicht zu übersehen:Zweifellos ist der Kampf gegen die COPD vor allem ein Kampf gegen das Rauchen. In unserer April-Ausgabe sind wir auf "Die Gefahr aus dem blauen Dunst" ausführlicher eingegangen und haben Wege zum Rauchverzicht aufgezeigt. Heute wollen wir kurz skizzieren, welche Empfehlungen internationale Experten für die medikamentöse Behandlung der COPD geben.
Was tun gegen die COPD
Angesichts der großen Gefahr, die von der COPD ausgeht, hatten renommierte Fachorganisationen vor einigen Jahren eine "Global Initiative for Obstructive Lung Disease"*** gestartet. Sinnigerweise werden die gegebenen Empfehlungen heutzutage unter den Ärzten gelegentlich als "GOLD" – Standard bezeichnet. Die deutsche Atemwegsliga hat auf der Grundlage dieser GOLD-Standards empfohlen, Beta-2-Sympathomimetika, deren Vertreter Formoterol wir bereits gut kennen, und inhalative Glukokortikoide, wie zum Beispiel Budesonid, einzusetzen. Beta-2-Sympathomimetika erweitern bekanntlich die Atemwege und vermindern damit die Luftnot. Glukokortikoide sind wirksame Entzündungshemmer und entfalten eine heilsame Wirkung auf die geschädigten Bronchien. Wir müssen unsere Leser nicht mehr daran erinnern, dass es seit dem Frühjahr dieses Jahres eine Kombination aus beiden Wirkstoffen gibt, die in Deutschland zur Behandlung der COPD "zugelassen" ist. Dieses Medikament schlägt gewissermaßen "zwei Fliegen mit einer Klappe". Weil der damit beschrittene neue Weg offenbar sehr erfolgreich ist, gibt es zwischenzeitlich sogar schon eine Nachzügler-Kombination aus ähnlich guten Wirkstoffen.* Unter Synergie versteht man das gegenseitige Zusammenwirken unterschiedlicher Prozesse im Sinne einer beiderseitigen Förderung mit der Folge einer gesteigerten Wirkung.
** "Obstructio" (lat.) bedeutet soviel wie "Verlegung" oder "Verstopfung" und weist darauf hin, dass die entzündete und geschwollene Bronchialschleimhaut bei COPD-Patienten zu einer dauerhaften E i n s c h r ä n k u n g des Lufttransports führt.
*** Übersetzt heißt das etwa: Weltweite Initiative gegen obstruktive Lungenerkrankungen.
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