Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen



Allergien

Allergien: Vollends "überführt" wird das ausschlaggebende Allergen aber schließlich durch einen entsprechenden Hauttest und den bronchialen Provokationstest. Beim Hauttest werden die Kandidaten-Allergene in die Haut eingerieben (Reibetest). Bilden sich an der betreffenden Stelle innerhalb weniger Minuten gerötete Quaddeln, so ist der Test "positiv", es lag also eine allergische Reaktion vor. Genauere Ergebnisse liefert der so genannte "Pricktest".

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

Asthmaerkrankungen
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Asthma Aspekte

Der Allergietest bringt es an den Tag

Wenn der Arzt vermutet, dass sein Patient an allergischem Asthma leidet, wird er untersuchen, auf welches Allergen der Asthmatiker reagiert. Nur so ist eine spätere Allergenkarenz – das strenge Vermeiden jeglichen Kontaktes mit dem betreffenden Auslöser – überhaupt möglich. Häufig gelingt es, den Kreis der "verdächtigen Allergene" durch bloßes Befragen einzuengen: Kommt es nach bestimmten Nahrungsmitteln zu Hautausschlägen? Gibt es Haustiere in der Wohnung? Treten die Beschwerden nach Benutzung bestimmter Kosmetika auf?

Vollends "überführt" wird das ausschlaggebende Allergen aber schließlich durch einen entsprechenden Hauttest und den bronchialen Provokationstest. Beim Hauttest werden die Kandidaten-Allergene in die Haut eingerieben (Reibetest). Bilden sich an der betreffenden Stelle innerhalb weniger Minuten gerötete Quaddeln, so ist der Test "positiv", es lag also eine allergische Reaktion vor. Genauere Ergebnisse liefert der so genannte "Pricktest". Dabei werden verschiedene Testlösungen mit dem vermutlichen Allergen zunächst nur auf die Haut aufgetropft. Unmittelbar danach wird die Haut unter dem Tropfen ein wenig eingeritzt. Der winzige Einstich ist nicht sehr schmerzhaft. Als Kontrolle werden an zwei anderen Hautstellen einige Tropfen Kochsalzlösung bzw. Histaminlösung "eingestichelt". Die Kochsalzlösung löst normalerweise keine Reaktion aus. Alle Einstichproben bei dem Betreffenden, die genauso aussehen, wie die Stelle in die die Kochsalzlösung eingebracht wurde, fallen daher als Allergene ´raus. Histamin führt immer zu einer allergischen Reaktion (lesen Sie dazu auch unsere Rubrik "Wissenschaft verstehen"). Das Aussehen aller Testeinritzungen wird nach etwa 15 bis 20 Minuten mit den beiden "Standards" Kochsalzlösung und Histamin verglichen. Je mehr die entstandene Rötung der Histamineinritzung ähnelt, desto "allergischer" hat unser Körper reagiert. Weil bei manchen Personen sehr starke Reaktionen bis hin zum allergischen Schock mit Blutdruckabfall und Atemnot möglich sind, müssen die Patienten meist noch eine halbe Stunde zur Kontrolle beim Arzt bleiben.

Pricktest


Der Pricktest

Der Pricktest zeigt zwar, auf welche Allergene eine Person allergisch reagiert, ob das betreffende Allergen jedoch auch für die Asthmabeschwerden verantwortlich ist oder nicht, muss der schon erwähnte "bronchiale Provokationstest" belegen. Die Haut vieler Menschen reagiert nämlich auf verschiedene Substanzen allergisch, ohne dass diese Personen überhaupt an Asthma leiden. Um hier jeglichen Zweifel auszuräumen, inhaliert der Asthmatiker die fragliche Allergenlösung, auf die er mit seiner Haut allergisch reagiert hat. Damit trifft das Allergen nun direkt auf die Bronchien. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein positives Ergebnis mit einem "Asthmaanfall" beantwortet wird. Er beweist nicht nur die Diagnose "allergisches Asthma", sondern identifiziert gleichzeitig auch das auslösende Allergen. Weil der Provokationstest nicht ganz ungefährlich ist, muss immer ein erfahrener Arzt zugegen sein, der einen Asthmaanfall sicher und wirksam behandeln kann.


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