Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Cathy ist Aborigine und wurde 1973 in Australien geboren. Im Jahre 1997 wurde sie zum "Australier des Jahres" gekürt.

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Asthma Aspekte

Mit Asthma siegen

Cathy FreemanViele Menschen erleben die Diagnose Asthma als Schicksalsschlag. Sie sind nun nicht nur "verbriefte" Asthmatiker, sondern beginnen sich auch plötzlich als unheilbar Kranke zu fühlen, die Einschränkungen im Alltag fatalistisch in Kauf zu nehmen haben. An Sport sei sowieso nicht mehr zu denken. Dies muss jedoch nicht sein. Heutzutage stehen dem Asthmatiker hochwirksame Medikamente zur Verfügung, die ein nahezu uneingeschränktes Alltagsleben ermöglichen. Moderne Kombinationspräparate, die zum Beispiel das bronchienerweiternde Mittel Formoterol und den Entzündungshemmer Budesonid enthalten, mögen in diesem Zusammenhang genannt sein. Dass gut behandelte Asthmatiker nicht nur ein ganz normales Leben führen können, sondern sogar Welthöchstleistungen erzielen, beweist uns Cathy Freeman.

Cathy ist Aborigine und wurde 1973 in Australien geboren. Im Jahre 1997 wurde sie zum "Australier des Jahres" gekürt. Die meisten Leser haben Cathy bereits gesehen: Sie entzündete das Olympische Feuer zu Beginn der letzten Olympischen Spiele in Sydney. Die Athletin kann auf eine beeindruckende Sportkarriere zurückblicken. 1994 wurde sie sowohl im 200 Meter-Lauf als auch über 400 Meter Weltbeste. In nur 48,63 Sekunden jagte sie während der Olympischen Spiele in Atlanta über die 400 Meter-Bahn, was ihr die Silbermedaille bescherte. 1997 gewann sie die Goldmedaille über 400 Meter in Athen, und 1999 in Sevilla. In Sydney setzte sich ihr Erfolg mit der Goldmedaille über 400 Meter fort. Das alles ist schon beeindruckend. Beinahe unglaublich mag es daher erscheinen, dass Cathy an schwerem Asthma leidet. Eine regelmäßige verantwortungsbewusste Inhalation ihres Medikaments ist für Cathy Freeman mehr als nur die Garantie für ein normales Leben. Sie war gleichsam die Voraussetzung zum Erfolg!

Aber lassen wir Cathy doch selbst zu Wort kommen:

Cathy, die meisten Deutschen haben die Olympischen Spiele, die im Jahre 2000 in Sydney stattfanden, im Fernsehen verfolgen können. Was fühlten Sie, als Sie das olympische Feuer entfachten?

Cathy Freeman: Ich fühlte mich unglaublich geehrt und konnte es zuerst gar nicht fassen, dass ich ausgewählt worden war. Gleichermaßen versuchte ich aber auch meine Gefühle zu beherrschen und mich gedanklich auf meinen Lauf zu konzentrieren. Ich war bemüht, meine Emotionen nicht zu sehr überschwappen zu lassen, denn ich musste mich voll auf das bevorstehende Rennen und den Erfolg konzentrieren. Schließlich wollte ich ja siegen.

Viele Menschen in aller Welt haben es als einen großen Erfolg für die Sache der Aborigines empfunden, dass gerade Sie das olympische Feuer entzündet hatten. Nur wenige wissen hingegen, dass Sie auch Asthmatikerin sind. Wann hat sich die Erkrankung zum ersten Mal bei Ihnen bemerkbar gemacht?

Cathy Freeman: Im Jahre 1991, als ich gerade 18 Jahre alt war. Es traf mich also, als ich gerade dabei war, meine Sportlerkarriere aufzubauen. Im Grunde genommen wurden die Asthmabeschwerden bereits einige Jahre vor meinem damaligen Silbermedaillen-Gewinn im 400 Meter-Lauf so richtig ernst.

Wann haben Sie Ihre Sportlaufbahn denn begonnen?

Cathy Freeman: Ungefähr als ich 16 war.

Sicher war die Diagnose "Asthma" auch für Sie zunächst ein Schock. Hatten Sie damals daran gedacht, Ihre Sportlaufbahn abzubrechen?

Cathy Freeman: Oh, nein, keineswegs! Niemals. Ich habe nur zweimal eine Auszeit genommen, beide Male aus anderen Gründen: Einmal, als ich verletzt war, und ein zweites Mal, als ich mich sehr erschöpft fühlte und es mir aus persönlichen Gründen nicht gut ging.

Wie ist es möglich, dass Sie trotz Ihres Asthmas zu den weltbesten Sprintern gehören?

Cathy Freeman: Nun, ich bin ein sehr entschlossener Mensch und der Sport ist meine Leidenschaft. Ich glaube, ich bin zum Rennen geboren. Ich war überzeugt, dass eine olympische Goldmedaille im Bereich des Möglichen lag. Dieser Sieg war ein realistisches Ziel. Aber einmal abgesehen von der Goldmedaille – das Asthma wird mich niemals von den schönen Dingen abhalten, die mich so glücklich machen. Meine Ärzte haben mir versichert, dass man sein Asthma gut "managen" kann. Ich nehme meine vorbeugenden Medikamente und habe meinen "reliefer". Zwischen 1991 und 1997 hatte ich wirklich schweres Asthma...

Eine gute Therapie war also eine der Voraussetzung dafür, dass Sie aktiver Sportler bleiben konnten?

Cathy Freeman: Ja, ich glaube die Therapie, das Wissen um die Erkrankung, die Hilfe des Arztes und die Unterstützung vieler anderer haben da eine Rolle gespielt. Außerdem bin ich ein positiv denkender Mensch. Ich würde eher "ja" sagen als "nein", was meine Fähigkeiten betrifft.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Wettkämpfe vor, nehmen Sie bei Bedarf vorher Medikamente?

Cathy Freeman: Ja, gewöhnlich nehme ich vorher meine Medikamente.

Was würden Sie demjenigen raten, dem die Diagnose Asthma gestellt wurde?

Cathy Freeman: Ich glaube, das Wichtigste ist es, positiv zu sein. Positiv denken stärkt die Gesundheit langfristig und ist in diesem Sinne die beste Medizin. Und vor allem: Vertrauen in den Arzt haben und daran denken, dass Asthma behandelbar ist und gut kontrolliert werden kann.


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