Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

Fit trotz Asthmaleiden !
Aktiv trotz Asthma !
Asthma Aspekte
Rauchen und Asthma
Patientengeschichte
Waltraut Kinzel ist das, was der Berliner die "jute Seele von´s Janze" nennt. Seit nunmehr knapp zwei Jahren sitzt sie "halbtags" in dem eher traditionell gehaltenen, aber dennoch modern eingerichteten Backsteinhäuschen neben der Schranke. Sie nennt ihr Domizil liebevoll "die Bude". Während der 37 Jahre, die sie jetzt schon in der kleinen Brauerei am Stadtrand arbeitet, sah sie schon so manchen kommen und gehen. Von den Arbeitern kannte sie jeden persönlich. "Hans" und "Otte", die mit ihr damals gemeinsam in dem alteingesessenen Familienunternehmen angefangen hatten, sind heute bereits berentet. Im Jahre 2001 musste Waltraut von der Abfüllanlage in die "Wache" wechseln. Die Arbeit hatte ihr schon Spaß gemacht. Aber die Lunge wollte nicht mehr so...
Waltraut war immer eine starke Raucherin. In den Pausen saß sie oft mit den beiden "Bierkutschern" in der kleinen Kantine. Im Zigarettenverbrauch stand sie den Fahrern in nichts nach. Selbst ihre Stimme hatte den gleichen rauen Klang. Während der vielen Arbeitsjahre hatte sie nie gesundheitliche Probleme. "Ich werd´ Hundert, wie mein Großvater", lachte sie oft in die Runde. Der Husten begann eigentlich unauffällig. Sie machte sich darum keine Sorgen. Die Kistenschlepperei fiel ihr natürlich schwer. Aber 1998 kam ja die neue moderne Abfülllinie. Die Flaschen wurden gleich vom Band automatisch in die grünen Kästen gestellt und zum Warenausgang transportiert. Waltraut war froh über diese Erleichterung. Vor allem weil ihr die körperliche Anstrengung zunehmend Probleme bereitete. Schon wenn sie die paar Stufen zur Rampe nehmen wollte, bekam sie Luftnot. Auch der dauernde Husten war inzwischen unerträglich. Häufig hustete sie morgens sogar einen gelb-grünlichen Schleim ab. Dem "Chef" fiel es damals als Erstem auf. "Waltraut, Du musst zum Doktor. Irgendwas stimmt doch da nicht. Dieses "Gehuste" den ganzen Tag – und die Treppen kommst Du ja auch kaum noch hoch. Vielleicht hast Du ja Asthma?! Tu´ mir den Gefallen, geh´ mal zu Dr. Hartwig."
Der junge Arzt untersuchte Waltraut gründlich. Er schüttelte den Kopf. "Nein Frau Kinzel, mit Asthma hat das gar nichts zu tun. Das Rauchen ist Schuld. Sie haben eine obstruktive Atemwegserkrankung. Man nennt sie `COPD´". Waltraut wollte noch am selben Abend nachlesen, was das genau ist. In ihrem Lexikon stand jedoch nichts darüber. Vielleicht war es eben doch schon zu alt... Glücklicherweise hatte Dr. Hartwig eine Patientenschulung angeboten. Mit vier anderen Betroffenen traf sie sich am späten Nachmittag in der Praxis. Eine Arzthelferin klärte sie gründlich auf. "Die COPD ist häufiger als man zunächst vermutet", waren die ersten Worte des einstündigen Vortrages. Das Dia mit der schwarzen Lunge hatte sich tief in Waltrauts Gedächtnis eingeprägt. Es "half" ihr, die verordnete Therapie auch ernst zu nehmen. Mit dem Rauchen sollte eigentlich sofort Schluss sein. Aber es klappte nicht gleich beim ersten Mal... Heute ist sie "passionierte Exraucherin". Ihre Medikamente inhaliert sie regelmäßig. Auch das neue Medikament, das ihr Dr. Hartwig im Mai aufgeschrieben hatte. Es enthält ein bronchienerweiterndes Mittel und den Entzündungshemmer Budesonid. Den Namen vergisst sie so leicht nicht – er erinnert Waltraut immer an ihre "Bude". Waltraut ist froh, dass sie die Chance bekam, dort trotz ihrer Krankheit Teilzeitdienst zu tun. Sie ist für den Posteingang verantwortlich und regelt nebenbei den "Werksverkehr". Ohne sie geht am Morgen keine Schranke auf. Jeden Tag um 14.00 Uhr kommt die Ablösung. Es ist ein junger Mann. Dass er Nichtraucher bleibt, dafür will Waltraut mit Sorge tragen...
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