Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Die COPD ist eine häufige Erkrankung. Weltweit leiden etwa 600 Millionen Menschen darunter. In Deutschland gibt es wahrscheinlich zwischen fünf und acht Millionen Betroffene. Die COPD darf keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden.
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Asthma Aspekte
Atemwegserkrankungen & COPD

- Atemwegserkrankungen auf dem Vormarsch
- COPD ernst nehmen
- COPD: Zerstörte Flimmerhärchen
- Rauchen kann tödlich sein
- Drei Stufen
- Das Atmen erleichtern …
- … und die Entzündung bekämpfen
- Kombiniert geht es besser
- FAQ: Welche Rolle spielt das Körpergewicht bei der COPD?
Atemwegserkrankung COPD auf dem Vormarsch
Eine andere häufige Atemwegserkrankung zeigt keine ausgeprägten saisonalen Schwankungen wie zum Beispiel bei der Pollenallergie. Die Rede ist von der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Die Abkürzung ist der englischen Bezeichnung "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" entlehnt. Asthma und COPD gehen mit ähnlichen Veränderungen im Bronchialsystem einher. In beiden Fällen ist die Bronchialschleimhaut geschwollen, gerötet und entzündet – in beiden Fällen kommt es zu einer starken Schleimproduktion und zu einer Einengung der Atemwege. Sowohl der COPD-Patient als auch der Asthmatiker leiden daher an Luftnot. Dennoch haben diese Erkrankungen ganz unterschiedliche Ursachen: Asthma ist in den meisten Fällen die Folge einer Überempfindlichkeit der Atemwege. Die COPD entsteht fast ausnahmslos durch das Rauchen. Während die Beschwerden des Asthmatikers daher meist saisonalen Schwankungen unterworfen sind, leiden COPD-Patienten eigentlich immer.COPD ernst nehmen
Die COPD ist eine häufige Erkrankung. Weltweit leiden etwa 600 Millionen Menschen darunter. In Deutschland gibt es wahrscheinlich zwischen fünf und acht Millionen Betroffene. Die COPD darf keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Ihre Folgen sind irreparabel und können unbehandelt tödlich verlaufen. Weil die COPD immer mehr zunimmt, wird sie schon bald zu einer der drei häufigsten Todesursachen gehören:
COPD: Zerstörte Flimmerhärchen
Der Arzt versteht unter der COPD eine chronische Bronchitis, die zu einer deutlichen Schädigung der Atemwege geführt hat und die später sogar in ein Lungenemphysem münden kann. Bei letzterem sind die normalerweise winzigen Lungenbläschen "überbläht". Aus den entstandenen größeren Blasen kann der Sauerstofftransport in das Blut nur schlecht erfolgen. Zudem verlieren die Stützfasern des Bronchialsystems ihre Elastizität. Dies führt dazu, dass die Bronchien bildlich gesprochen "schlapperig" werden und schlimmsten Falls sogar zusammenfallen. Sind solche Schäden erst einmal eingetreten, können sie nicht mehr rückgängig gemacht werden.Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn der Husten auf Grund einer Entzündung der Bronchien an zwei aufeinander folgenden Jahren länger als drei Monate anhält. Eine schwere Störung des Selbstreinigungsprozesses der Lunge ist die unmittelbare Folge. Gesunde Lungen können eingeatmete Fremdstoffe aus eigener Kraft wieder entfernen. Die Bronchien sind dazu von innen mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, die einen zähen Schleim produziert. Staubpartikel bleiben förmlich an ihr kleben. Außerdem sitzen Milliarden kleiner Flimmerhärchen auf dieser Schleimhaut, die den Schmutz wie eine Kehrmaschine durch wellenförmige Bewegungen wieder aus der Lunge "herausfegen". COPD-Patienten haben aufgrund einer Schädigung dieses "Flimmerepithels" die Fähigkeit zur Selbstreinigung weitgehend verloren. Schwere Infekte, eine chronische Entzündung und bleibende Lungenschäden sind die Folge.
Die COPD macht sich zunächst als chronischer Husten bemerkbar. Obwohl den meisten Rauchern klar ist, dass dieser Husten durch die Zigaretten verursacht wird, nehmen sie ihre Beschwerden häufig nicht ernst. Tritt der "Raucherhusten" bereits am frühen Morgen auf und gesellen sich Auswurf und Kurzatmigkeit hinzu, ist es allerhöchste Zeit, den Arzt aufzusuchen. Vor allem, wenn der Betroffene bereits jahrelang geraucht hat, könnte sich eine COPD hinter seinen Beschwerden verstecken.
Rauchen kann tödlich sein
Mehr als 25 verschiedene Krankheiten sind direkt eine Folge des Rauchens. Dazu gehören zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma, Lungenkrebs und Bluthochdruck. An der Zigarette sterben mehr Menschen als durch Aids, Tuberkulose, Verkehrsunfälle und Tötungsdelikte zusammen genommen. Jährlich werden mehr als drei Millionen Menschen Opfer des Zigarettenrauchens. Das sind 10.000 Tote an einem einzigen Tag! Zigarettenqualm enthält etwa 4.000 Chemikalien, giftige Substanzen und krebserzeugende Stoffe. Sie sind die eigentliche Ursache für die Zerstörung des Flimmerepithels. In der Lunge des COPD-Patienten sammelt sich allmählich Schmutz und Staub, die dann in den Bronchien verklumpen. Auch der "Raucherhusten" vermag die Schadstoffe nicht mehr herauszuschleudern. Es kommt zu Entzündungen und Umbauprozessen in der Bronchialschleimhaut. Die Sauerstoffversorgung des Organismus ist nicht mehr gewährleistet. Atemnot entsteht.Drei Stufen
Je nach Ausprägung der Erkrankung unterscheidet man bei der COPD zwischen drei Stufen. Haben die Betroffenen keine oder nur leichte Beschwerden, liegt eine COPD vom Schweregrad I vor. Auch wenn der Raucher sich hier noch relativ wohl fühlt und Atembeschwerden nur bei starker körperlicher Belastung auftreten, stellt der Arzt bereits eine Einschränkung der Lungenfunktion fest. Menschen mit mittelschwerer COPD (Schweregrad II) müssen fast täglich husten. Die Bronchien sind zunehmend eingeengt, und selbst leichte Belastungen können zur Atemnot führen. Bei der schweren COPD (Schweregrad III) empfindet der Patient bereits ohne körperliche Anstrengung, sozusagen "in Ruhe", Luftnot. Die Bronchien sind dann massiv verengt, und im Körper herrscht oft bereits ständiger Sauerstoffmangel.Das Atmen erleichtern …
In neun von zehn Fällen wird die COPD durch das Zigarettenrauchen verursacht. Der wirksamste Schutz vor der COPD besteht also darin, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Hat sich die COPD einmal festgesetzt, ist sie schwierig zu behandeln. Die Gesellschaft hat zu allen Zeiten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Rauchen einzudämmen. Am konsequentesten war hier wohl das damalige Persien. Im 17. Jahrhundert wurde das Rauchen dort mit der Todesstrafe bestraft. Im früheren Russland wurde dem Delinquenten bei Übertretung der Rauchergesetze die Nase aufgeschlitzt. Heute sind die Maßnahmen zur Bekämpfung des Rauchens bei weitem diffiziler. Ob sie jedoch auch wirksamer sind, bleibt fraglich. Lesen Sie dazu auch in unserer Rubrik "Neues aus Wissenschaft und Forschung".Heutzutage muss COPD kein Schicksal mehr sein. Den Betroffenen wird mit modernen und hochwirksamen Medikamenten geholfen. Zwar sind die irreversiblen Lungenschäden nicht mehr heilbar, das Fortschreiten der Erkrankung kann aber verhindert und die Beschwerden nachhaltig gelindert werden. Die Bekämpfung der Luftnot und die Behandlung der Entzündung sind dabei gleichermaßen wichtig.
Hierfür stehen zum einen sehr effektive bronchienerweiternde Mittel zur Verfügung. Sie stellen die Atemwege weit und bieten der Luftnot daher schnell und lang anhaltend Einhalt. Die inhalierbare Substanz Formoterol ist ein Beispiel für eine solche moderne Substanz. Sie gehört zur Gruppe der so genannten Beta-2-Sympathomimetika. Auf welche Weise Formoterol die Erweiterung der Bronchien bewirkt, können Sie in der April-Ausgabe unseres Online-Journals nachlesen.
… und die Entzündung bekämpfen
Zu den stärksten bekannten Entzündungshemmern zählt man die so genannten Glukokortikoide, wie zum Beispiel den Wirkstoff Budesonid. Viele Glukokortikoide (zum Beispiel das Kortison) werden zwar auch von unserem Organismus selbst hergestellt, für die Bekämpfung so schwerer Krankheiten wie der COPD ist jedoch eine zusätzliche Gabe inhalativer Glukokortikoide erforderlich.Der Wirkmechanismus inhalativer Glukokortikoide ist sehr komplex. Vereinfacht kann man sich vorstellen, dass die Glukokortikoidmoleküle bestimmte Rezeptoren in den Zellen der Bronchialschleimhaut "aktivieren". Letztere wandern daraufhin unverzüglich zum Zellkern und koppeln an einer bestimmten Stelle der dort aufbewahrten DNA an. Die DNA ist nicht nur der Träger der Erbinformation, sondern zugleich auch Steuerzentrale für die "zellinternen Produktionsvorgänge". Sie wird durch die aktivierten Rezeptoren nun so beeinflusst, dass sie die Produktion von "Entzündungsstoffen drosselt, dafür jedoch die Produktion von "entzündungshemmenden Stoffen" verstärkt:
Das Glukokortikoidmolekül wandert in die Zelle.
Dort "aktiviert" es einen speziellen Rezeptor.
Der aktivierte Rezeptor dringt in den Zellkern und dockt dort an die DNA an.
Die derart "beeinflusste" DNA erteilt den Befehl, vorrangig entzündungshemmende Stoffe zu produzieren.
Kombiniert geht es besser
Bei der Erforschung der COPD haben Wissenschaftler bereits vor Jahren erkannt, dass die gleichzeitige Gabe von entzündungshemmenden Substanzen und bronchienerweiternden Mitteln besser hilft als die Inhalation nur eines der beiden Medikamente allein. Der Grund dafür war schnell gefunden: Glukokortikoide und Beta-2-Sympathomimetika verstärken ihre Wirkung gegenseitig. In Deutschland wurde daher vor etwa einem Jahr eine Kombination aus dem Entzündungshemmer Budesonid und dem Atemwegserweiterer Formoterol in einem Inhalationsgerät zur Behandlung der COPD in die Hand des Arztes gelegt. Untersuchungen haben eindrucksvoll bewiesen, dass sich die Beschwerden mit einem solchen Kombinations-Medikament deutlich verbessern. Es ist deshalb nur natürlich, dass es zwischenzeitlich weitere Medikamente dieser Art gibt.FAQ: Welche Rolle spielt das Körpergewicht bei der COPD?
Antwort: COPD-Patienten sind häufig untergewichtig. Dies verstärkt die krankheitsbedingt eingeschränkte Belastbarkeit zusätzlich. Anders als bei Gesunden allgemein empfohlen, sollten sie deshalb versuchen, eine gewisse Gewichtszunahme zu erreichen.>> Zurück zur Übersicht "COPD - Allgemeine Informationen"