Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Allergisches Asthma

FrauBirgit brauchte das Familienfest diesmal nicht abzusagen. Sie freut sich schon sehr auf das lange Wochenende in Ahrenshop. Einmal im Jahr treffen sich die Müllers dort, um den Geburtstag des ältesten Familienmitglieds zu feiern. Diesmal ist es der 85te von Oma Maria. Grund genug, die lange Anreise aus Apolda auf sich zu nehmen. Man freut sich nicht nur auf das betagte, aber immer noch rüstige "Oberhaupt" des Müller´schen Clans, sondern genießt es auch, in der alten Reet-gedeckten Fischerkate mit all den anderen zusammen zu sitzen. Die Jahre haben die Familie in alle Winkel Deutschlands verstreut. Einige Verwandte sieht Birgit nur in Ahrenshop. Zu weit ist der Weg und zu knapp die Zeit, um alle Onkels und Tanten auch zwischendurch ´mal zu besuchen. Birgit ist damals nach Greifswald gegangen. Ihr Pharmazie-Studium hatte sie nach 10 Semestern mit großem Erfolg abschließen können. Später lernte sie Norbert kennen. Er lehrte an der Fachhochschule in Apolda. Dort eröffnete Birgit dann gleich nach der Wende ihre eigene Apotheke. Von ihrem Asthma gab es damals noch keine Spur.

Birgit hatte zwar schon immer mit einem leichten Heuschnupfen zu kämpfen, kam aber mit einer "Hyposensibilisierung", zu der ihr Dr. Gleisberg geraten hatte, immer ganz gut über die Runden. Dabei wird ihr überreaktives Immunsystem gegen die Pollen der Pappel gewissermaßen umorientiert und erweist sich dann gegen diesen Allergie-Auslöser als toleranter. Die mit der unerwünschten allergischen Abwehrreaktion einhergehenden Beschwerden treten daher nicht in so starkem Maße auf. Ab April 2002 machten ihr plötzlich nicht nur die Pappeln zu schaffen, die ihre Pollen wie kleinen Watte-Flocken über die Straßen wehten. Erfahrungsgemäß verschwanden die Pappel-Samen immer Ende April, spätestens Mitte Mai. Doch in jenem Jahr plagte sich die Apothekerin trotz Hyopsensibilisierung selbst im Juni noch mit einem starken Heuschnupfen. Der Allergologe stellte eine Kreuzallergie fest. Im Laufe der Zeit war Birgit auch gegen Birkenpollen allergisch geworden. Ihre Heuschnupfenzeit hatte sich dadurch erheblich verlängert. Außerdem hatte ihre Allergie zwischenzeitlich einen "Etagenwechsel" vollzogen. So bezeichnet man etwas salopp den Umstand, dass sich auf der Basis eines Heuschnupfens später ein Asthma entwickelt. Mit der bloßen "Hypo" war es nun nicht mehr getan. Im vergangenen Jahr waren ihre Beschwerden so stark, dass sie das Treffen in Ahrenshop ausfallen lassen musste. Doch in diesem Jahr war alles anders. Seit nunmehr sieben Monaten inhaliert Birgit regelmäßig ein Kombinationspräparat. Es enthält ein bronchienerweiterndes Mittel und einen Entzündungshemmer. Die Apothekerin kennt sich gut aus mit solchen Medikamenten. Dennoch war sie überrascht, als ihr Dr. Gleisberg sagte, sie könne es "bedarfs-adaptiert" einsetzen: Wenn sich Birgits Asthmabeschwerden im Herbst und im Winter verringern, benötigt sie lediglich eine "Basismedikation", die dazu beiträgt, dass sich ihr Asthma nicht weiter verschlimmert. Wenn sich ihre Peak-Flow-Werte** mit Beginn der Frühjahrsblüte verschlechtern, inhaliert sie etwas öfter. Dabei folgt sie genau den Anweisungen, die ihr Arzt für sie ausgearbeitet hat.

Donnerstagabend soll es losgehen. Birgit hatte den Wagen vorher noch mal zur Werkstatt gebracht. Alles war in Ordnung. Ihren Pulverinhalator hat sie ohnehin dabei. Außerdem ist der Pollenflug an der Küste gewöhnlich nicht ganz so dramatisch…


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