Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

Fit trotz Asthmaleiden !
Asthma Aspekte
Ferdinand Sauerbruch´s Verdienste um die Thorax-Chirurgie
Operationen an der Lunge galten lange Zeit als unmöglich. Auch heute gehören sie zu den eher schwierigen Eingriffen. Die Ursachen dafür sind eigentlich "technischer" Natur. Um das zu verstehen, müssen wir jedoch etwas weiter ausholen:
So wie der Blutkreislauf durch die Pumpe "Herz" angetrieben wird, gibt es auch einen "Motor", der die Atmung erzwingt: Es ist das Zwerchfell, das sich unterhalb der Lungen im Brustkorb auf und ab bewegt. Die elastische Muskelplatte wölbt sich im entspannten Zustand weit nach oben in den Brustraum hinein. Es befindet sich dann knapp unterhalb der Brustwarzen. Zieht sich das Zwerchfell hingegen zusammen, flacht die Wölbung stark nach unten ab. Der Brustraum ist dann deutlich größer, so dass ein Unterdruck entsteht. Dieser bewirkt, dass die Lunge den Bewegungen von Brustkorb und Zwerchfell nachfolgt. Auch die Luft wird dabei sozusagen per "Unterdruck" – eingezogen. Erschlafft das Zwerchfell wieder, wird der verfügbare Raum für die Lunge kleiner. Unser Atmungsorgan wird "zusammengedrückt" und die verbrauchte Luft kann – diesmal als "Überdruck" – abgeatmet werden. Die Lunge selbst bleibt dabei passiv.
Öffnet man den Brustraum während einer Operation unter normalem Luftdruck, so kommt es notwendigerweise zu einem Druckausgleich. Der lebensnotwendige Unterdruck im Brustraum verschwindet augenblicklich und die Lunge wird nicht mehr an der inneren Brustwand festgehalten, sondern fällt sofort in sich zusammen. Der Arzt spricht vom "Pneumothorax". Weil der betreffende Patient nun kaum noch atmen kann besteht akute Lebensgefahr.
Der Arzt Ferdinand Sauerbruch (1875 – 1951) hatte sich dieses gravierenden Problems angenommen und stellte am 6. Juni 1904 auf dem 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Berlin ein einzigartiges Verfahren vor, das zukünftige Lungenoperationen dennoch ermöglichen sollte und vom Prinzip her auch heute noch die Grundlage jeden Eingriffs in den Brustraum geblieben ist. Der junge Mediziner hatte erkannt, dass es notwendig ist, den bestehenden Unterdruck zwischen Brustwand und Lunge auch während der Operation aufrechtzuerhalten. Dies konnte nur gewährleistet werden, wenn der Luftdruck der Umgebung dem Druck im Brustkorb angeglichen wird. Sauerbruch konstruierte also eine kleine Unterdruckkammer, in die der Operateur über luftdichte Gummimanschetten "Zugriff" zum Patienten hatte. In den folgenden Wochen erprobte er seine Erfindung im Tierexperiment und konnte auf 78 erfolgreiche Operationen verweisen. Die Geburtsstunde der Thoraxchirurgie war angebrochen. Im Laufe der Zeit wurden die technischen Methoden vervollkommnet. Große Unterdruckkammern gestatteten nun Operationen nach diesem so genannten "Druckdifferenzverfahren". Der Kopf des Patienten befindet sich dabei außerhalb der Kammer, sodass er unter Normaldruck atmet. In der Lunge herrscht daher stets ein atmosphärischer Luftdruck. Der übrige Körper ist hingegen dem regulierbaren Unterdruck in der Operationskammer ausgesetzt. Ein Pneumothorax ist damit vermeidbar.
Obgleich sich natürlich die Operationstechniken im Laufe der Jahre sehr verbessert haben, bleibt eine Lungenoperation noch immer eine schwierige Herausforderung.
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