Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Ihr Arzt steht Ihnen mit Rat und Tat beiseite. Scheuen Sie sich nicht einmal mehr nachzufragen. Nur ein aufgeklärter Patient, der seine Krankheit gut verstanden hat kann auch optimal mit ihr umgehen.

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Asthma Aspekte

Kerstin J. und das Meerschweinchen von Helene

FrauKerstin ist eine lebhafte Frau in den Vierzigern. Seit ihrem sechsten Lebensjahr litt sie an Asthma. Mehrmals im Jahr war sie wegen ihrer Erkrankung im Kinderkrankenhaus. Als Kerstin Studentin wurde, schienen ihre Beschwerden allerdings zu verschwinden. Kerstin genoss diese Zeit. Sie gehörte nicht nur zu den Besten, sondern nahm auch rege an der Judosportgruppe teil. Nach der Promotion arbeitete sie in der Firma ihres Vaters als Produktmanagerin. Zwei Jahre später heiratete sie dann "den Nachbarjungen". Im Folgejahr wurde ihre kleine Helene geboren. Der Himmel hing voller Geigen, als die plötzliche Wende eintrat. Nach einer schweren Erkältung wollten die Beschwerden einfach nicht nachlassen. Sie hustete Unmengen Schleim ab und hatte auch nachts Atemprobleme. Da seit dem letzten Asthmaanfall so viele Jahre vergangen waren, kam Kerstin zunächst gar nicht auf die Idee, die Krankheit könnte wieder ausgebrochen sein. Bis ihr Mann eines Nachts den Notarzt rief, weil sie fürchtete, ersticken zu müssen. Bis dahin hatte Kerstin geglaubt, sie wäre ihrem Kindheitsasthma entwachsen.

Asthma ist eine chronische Erkrankung, die zwar gut behandelt werden kann, aber heutzutage noch nicht heilbar ist. Der Schweregrad des Asthma kann variieren. Schwerste Asthmaanfälle können mit langen beschwerdefreien Zeiträumen wechseln.

Neueste Untersuchungen beweisen, dass die Häufigkeit von Asthma besonders bei Kindern rapide zunimmt. Die Zahl der Betroffenen hat sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt. Inzwischen ist das Asthma bronchiale die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter überhaupt. Die Ursachen dafür sind größtenteils noch unklar. Offenbar spielen Umweltfaktoren, insbesondere das Rauchen in Wohnräumen, eine begünstigende Rolle. In fast allen Fällen sind Allergien der Auslöser für das Asthma: Vier von fünf asthmakranken Kindern haben eine Pollenallergie. Ein Großteil der Betroffenen ist auf Hausstaubmilben allergisch.

Kerstin war natürlich sehr deprimiert, als der Arzt ihr die Diagnose mitteilte. Sie hatte trotzdem den festen Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als erstes begann sie deutlicher auf die asthmatypischen Warnsignale zu achten. Ohne zu zögern nahm sie nun auch wieder ein entzündungshemmendes Medikament regelmäßig ein. Dabei waren die Kortisontabletten aus ihrer Kindheit jedoch nicht mehr erforderlich. Inzwischen gibt es einfach zu handhabende sichere Inhalationssysteme, die sowohl ein hochwirksames Steroid zur Entzündungshemmung als auch ein bronchienerweiterndes Mittel in einem bereitstellen. Die typischen Kortisonbeschwerden, an die sie sich noch erinnert, werden bei diesen modernen Systemen vermieden. Für den Notfall trägt sie darüber hinaus ihr Notfallspray ständig "am Mann". Kerstin führt nun auch wieder ein regelmäßiges Asthmatagebuch, um mögliche Auslöser für einen Asthmaanfall einzugrenzen. Sie tauschte alle Federkissen aus und entfernte die Teppiche im ganzen Haus.

Ein Asthmaanfall kann durch bestimmte "Allergene" ausgelöst werden. Dazu gehören z.B. Gräserpollen, Ausscheidungen der Hausstaubmilbe und Tierhaare.

Der Arzt konnte sie dazu überreden, das Meerschweinchen ihrer Tochter Helene für vier Wochen versuchsweise in Oma´s Obhut zu geben, um zu beobachten, ob die Beschwerden nachließen. Kerstin war beinahe glücklich, als dies nicht der Fall war. Das Meerschweinchen erhielt grünes Licht für die Rückkehr - und das Asthma wurde plötzlich dramatisch schlimmer! Als die Familie daraufhin mit Helene sprach, viel wohl keinem die Entscheidung leicht. Auf beiden Seiten kullerten Tränen. Schließlich wurde doch eine Lösung gefunden: Das Meerschweinchen ist in die Familie ihres Bruders als ebenbürtiges Familienmitglied aufgenommen worden.

Helenchen kann ihren Spielfreund besuchen, so oft sie will. Natürlich wird dadurch Kerstins Asthma nicht geheilt. Die Anfallshäufigkeit konnte aber drastisch reduziert werden. Ihre neuen Medikamente und das Vermeiden der Auslöser für einen Asthmaanfall haben daran eine große Aktie.


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